Wir von railmen wissen: Kein Einsatz ist für die Ewigkeit. Auch das spannendste Projekt endet zwangsläufig irgendwann einmal.
Genauso verhält es sich, wenn Adam Bogatzky, Lutz Gerlach, Marcel Langnickel, David Lässig und Carsten Rosenberg am 31.03.2017 ihren letzten Dienst für ERS Railways antreten. railmen-Tf Carsten Rosenberg: „Ich war knapp über zwei Jahre für ERS tätig und kann unter dem Strich ein positives Fazit ziehen“.
Hervorgegangen ist das zu Beginn noch als European Rail Shuttle B.V. firmierende Unternehmen aus einem Joint Venture der vier Reedereien Maersk, Royal Nedlloyd, Sealand Service und P&O. Deren Ziel war es, den Schienengüterverkehr von und zu den großen Seehäfen zu verbessern. Möglich wurde dies durch die Liberalisierung des europäischen Schienenverkehrsmarktes ab 1994.
Der sogenannte Seehafenhinterlandtransport stellte seit jeher das Rückgrat von ERS Railways dar. Zu den von Rotterdam, Bremerhaven, Lübeck oder Hamburg aus bedienten Destinationen zählten zuletzt vor allem der ost- und südeuropäische Raum. Carsten Rosenberg: „Es gab Umläufe nach Frankfurt (Oder), Troisdorf, Bonn, Karlsruhe, Basel und am Anfang auch nach München und Passau. Gefahren wurde mit den Baureihen 182, 183, 185, 186, 189 und 193“. „Durch die vielen Kooperationspartner war der Einsatz sehr abwechslungsreich“, weiß railmen-Tf Marcel Langnickel zu berichten, der bereits seit 2014 für ERS Railways unterwegs war. „Die Leitstelle hat immer versucht schnell und unkompliziert zu helfen. Die Zusammenarbeit war sehr positiv“, so Marcel Langnickel weiter.
Mit der Übernahme durch die britische Freightliner-Gruppe, bei der es sich wiederum um ein Tochterunternehmen der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Genesee & Wyoming handelt, erfolgte seit 2013 eine Neustrukturierung und Neuausrichtung von ERS Railways, in deren Kontext auch das nunmehrige Einsatzende der fünf railmen-Kollegen zu sehen ist.
„Man kann sagen, dass das Projekt ERS trotz mancher Herausforderungen viel Spaß gemacht und uns um viele positive Erfahrungen bereichert hat“, fasst Carsten Rosenberg den Einsatz abschließend zusammen. Doch jetzt heißt es nach vorne schauen, denn viele neue aufregende Projekte ab April werfen ihre Schatten voraus.